Welches Beschaffungsmodell passt?
Drei Fragen. Kein Account. Das Ergebnis ist ein Startpunkt. Die Feinheiten klärt der Lastgang.
- Verbrauch
- Ziel
- Horizont
Die Modelle im Überblick
Der Check oben grenzt ein, er entscheidet nicht. Welche Beschaffung trägt, hängt von Verbrauch, Lastprofil und Risikoneigung ab. Die Faustregeln unten nutzen wir auch in der Erstprüfung.
Festpreis
Ein Preis für den ganzen Lieferzeitraum, eingekauft an einem Tag. Das ist planbar und einfach. Das Risiko liegt im Stichtag: Wer an einem teuren Tag kauft, zahlt diesen Preis über die gesamte Laufzeit. Passt bei überschaubarem Verbrauch, wenn Planbarkeit vor allem anderen zählt.
Tranchen
Die Jahresmenge wird in Teilmengen geteilt und zu verschiedenen Zeitpunkten gekauft. Am Ende steht ein Durchschnittspreis statt eines Stichtagspreises. Das senkt nicht automatisch den Preis, aber das Risiko eines schlechten Tages. Sinnvoll ab rund 10 GWh im Jahr. Mehr im Beitrag Energieeinkauf für Großunternehmen.
Portfolio mit Spotanteil
Ein Teil der Menge wird kurzfristig am Spotmarkt beschafft, der Rest langfristig gesichert. Das braucht feste Regeln, wann gekauft wird, und jemanden, der den Markt beobachtet. Sinnvoll ab rund 30 GWh, wenn Disziplin wichtiger ist als ein einzelner guter Tag.
Power Purchase Agreement
Ein Teil des Bedarfs, üblich sind 20 bis 60 Prozent, kommt über Jahre direkt aus einem Wind- oder Solarpark. Den Rest kaufen Sie weiter am Markt. Als Richtwert ab rund 10 GWh im Jahr. Mehr im Beitrag Power Purchase Agreements.
Was der Lastgang zeigt
Der Lastgang ist die Viertelstundenkurve Ihres Verbrauchs. Er zeigt Grundlast, Spitzen und Schichtbetrieb. Erst mit ihm lässt sich sagen, ob ein Modell zu Ihrem Betrieb passt und wie viel ein PPA abdecken kann.